Montag, 22.07.2002 5.- € Seite 1

Fazer-TV  

Das unermüdliche Fazer.TV Kamerateam
und dessen Reporter auf den Spuren der
Herbrenner in "Übersee".

Abhängig, Parteiisch und Überhaupt  
Erleben Sie das Grauen !

Die Insel der Gebückten
oder "Allmächd, is des arch , 8 Franken bei der TT 2002"

Von Udo 1/2-huber
Eins vorneweg, es gibt in diesem Bericht keine Fazers zu sehen, sorry. Meine war zu dem Zeitpunkt noch verbogen. Aber ich denke die TT auffe Isle of Man sollte dennoch in diesem Forum einmal erwähnt werden- es gibt keinen anderen Ort auffe Welt wo so hergebrannt wird.
Außerdem vertrete ich die Ansicht, so wie jeder Moslem einmal in seinem Leben nach Mekka muß, so muß jeder Eisenreiter einmal in seinem Leben auf die Isle of Man.
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oops.jpg Sollte sich jemand durch die nachfolgenden Kommentare oder Bilder zu einer gefährlichen Fahrweise aufgefordert fühlen so distanziere ich mich hiervon in aller Deutlichkeit.

Außerdem hat Mopedfahren nicht wirklich etwas mit Vernunft zu tun.

Der scharfsinnige Betrachter kommt möglicherweise zu der Erkenntnis, daß auf einigen der folgenden Bilder schwere Fälle von Alkoholmißbrauch zu erkennen sind.
Stimmt, aber nur abends nach vollbrachtem Tagwerk.
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Trotzdem: Man kann auf der IOM nen Mörder Spaß haben, allerdings muß ich warnend den Zeigefinger erheben und mahnend darauf hinweisen, daß dort auch sehr häßliche Dinge geschehen können.

Ich hab mich bemüht aus über 1000 Bildern nur die (subjektiv, natürlich) Besten auszuwählen, sind aber doch ne ganze Menge geworden. Ich hoffe niemanden zu langweilen.
Übrigens: Alle Kommentare die ich in die Bilder eingefügt habe, sind tatsächlich so gefallen. (zumindest so ähnlich)
Und nun viel Vergnügen.

Erst einmal die Vorstellung meiner tapferen Mitstreiter.
Beginnen wir mit den 4 Ducatisti, aufgrund der bescheuerten Geräusche ihrer Eisen zärtlich unsere kleine Rasselbande genannt.

WERNER
Ein grimmiger Streiter um Rundenzeiten mit seiner Einzylinder Duc auf den Rennstrecken Osteuropas. Jahrelang mit seiner 748 die Geißel der italienischen Berge. Hat sich nicht getraut mit der MV anzureisen (heikle Ersatzteilversorgung) . Er ist mit seiner Monster S4 ein erfolgreicher Wilderer im Reiche der Gebückten. Ihm haben wir die Erkenntnis zu verdanken daß Goethe ein Moppedfahrer war. Der Beweis? Im "Faust" die Sternschnuppe, hier wird ein astreiner Highsider beschrieben.
Die Ode an das Kiesbett:
"Aus der Höhe schoß ich her
Im Stern und Feuerschein
Liege nun im Grase quer,
wer hilft mir auf die Beine?"
Hat schon zweimal die TT überlebt.
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STADEL
Dieser wilde Geselle hat nur ein Motto: Bremse erst wenn du Gott siehst!
Normalerweise führt er weitaus schärfere Waffen, aber aufgrund unseliger Umstände mußte er mit einem vom Händler geliehenem Moped die Reise zur heiligen Insel antreten. Einer uralten 750 Sport mit ca. 110.000 auffe Uhr. Die Kiste wurde von uns kurzerhand auf den Namen Jaqueline getauft.
Obacht !
1. Welcher Händler leiht ein Moped her wenn's zur TT gehen soll ?
2. Ne alte DUC mit soviel Km . Sehr bemerkenswert !!
Stadel hat in imponierender Weise bewiesen, wie ein Scheißfahrwerk und ein schlapper Motor mit einer Lebensverneinender Fahrweise kompensiert werden kann. Ein wahrer Vollstrecker mit einem wilden Herzen.
Jaqueline hat ab Dienstag ab und zu gekotzt, was sich in Form von heftigen Getriebeklemmern ausdrückte.
Aber der Jeffries hat schließlich die letze halbe Runde des ersten Rennens schließlich auch nur den 3. Gang gehabt und trotzdem gewonnen. Und der Stadel und der Jeffries sind nun mal aus dem gleichen Holz geschnitzt..
Jaqueline hat dann immer öfter ein Proseccerl und eine Käsesahne ( 20W40) bekommen und hat dann tapfer, wenn auch schlimm krachend durchgehalten. Na ja, in Deutschland isse dann dauerhaft im Fünfer hängen geblieben und wir mußten Stadel und Jaqueline nach den Tankstopps auf ca. 30km/h anschieben und dann holpernd und polternd auffe Autobahn entlassen.- ein entwürdigendes Schauspiel- wir haben uns fast bepisst vor Lachen. Stadel nicht, der hat bös geflucht und gedroht, er schmeißt Jaqueline von ne Autobahnbrücke.
Sein zweiter Aufenthalt auf der Insel der Gebückten
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MICHL
Hört seit seinem Inselaufenthalt auf den Namen STRONGBOW. Hat möglicherweise etwas mit dem köstlichem Erfrischungsgetränk zu tun, welches wir im Übermaß konsumiert haben..
Bekannter Ducati Mechaniker und beherzter Treiber einer 900er SS.
Sein Gebet: "Heiliger Brembo - verlaß mich nicht."
Besitzt einen Helm mit bemerkenswerten Eigenschaften. Sein Helm spricht nämlich zu ihm. Ab Mittwoch hat sein Helm " Rule Britannia " gesungen. Als er uns auf der Heimfahrt eröffnete, daß er seit 200km auch aus seinem Tankrucksack dieses Lied hört, haben wir begonnen uns ernsthafte Sorgen zu machen.
Sein erster Besuch der TT
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TOM
Eigentlich gar kein richtiger Ducatisti, viel zu aufgeschlossen, fast schon nett. Könnte man sich auch auf einer Yamaha vorstellen. Fährt ne 851 . Ihm verdanken wir ein haarsträubendes Videodokument das wohl an Brisanz und Dynamik einzigartig ist.
Mit Videokamera von Ramsey nach Creg-ny-Ba, ein wahrer Husarenritt über die Mountainmile, ich gestehe zähneknirschend, ich mußte ihn resignierend ziehen lassen.
Wahrlich ,liebe Brüder und Schwestern, Tom ist gefahren wie der Leibhaftige hinter dem ein Löschzug mit Weihwasser her ist.
Ich kann nur hoffen, daß seine Frau dieses Video niemals sieht.
Außerdem ist er ein begnadeter Motorradstimmenimiator.
Sein erster Besuch der TT
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MICHI
Einer der letzten großen Barden und Dichterfürsten unter uns Eisenreitern.
Ihm verdanken wir nicht nur eine genaue Aufstellung aller Bremspunkte des Mountaincourse, sondern auch die Aufzählung aller Einnäß- und Schwitzpunkte.
Ich darf mit Fug und Recht behaupten, daß er durch seinen feinsinnigen Humor, seinem wagemutigen Umgang mit dem 12er Bandit und seinem Einfallsreichtum bei der Abendgestaltung auffe Promenade das Niveau der Mannschaft entscheidend bereicherte.
Erstmalig auffe Insel
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ALEX
Begnadeter Schrauber und Besitzer einer der schönsten Katanas, die ich je sah ( ca. 900 ccm)
Wäre mit adäquatem Material ein furchteinflößender Gegner. Hat aber dieses Jahr zum dritten Male bewiesen daß man auch ein Ausstellungsstück schnell um den Mountaincourse treiben kann. Was über ihn noch zu sagen wäre:
"Beim Fahren gefürchtet, sein Körper begehrt.
Am Glase der Beste - von Weibern verehrt."
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MARIUS
Könnte allerdings sein daß er demnächst auf den Namen " Regenschirm" fränkisch " Reegnscherm" hören muß .
Weil man ihn so leicht verliert wie den selben.
Ein unbarmherziger Herbrenner, dessen unaufdringliche und zurückhaltende Art nicht vermuten läßt , welch wildes Herz in seiner Brust schlägt. Er richtet die Flanken seiner Reifen zu wie der Metzger die Sauhälfte. Wer hinter sich das Brüllen seiner Carbonbetopften Daytona hört, der weiß daß ihm ein Zweikampf nach allen Regeln der Kunst bevorsteht.
Ebenfalls ein Rookie auf der heiligen Insel.
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1/2-huber
Ein mehr oder weniger bekannter großmäuliger Aufsprecher.
Tschuldigung, Fazergemeinde, selbst wenn ich meine Fazer nicht verbogen hätte, wäre ich mit der FZR angetreten. Handling ist auf der Mountainmile wirklich nicht gefragt, hier braucht man großkalibrige Waffen. Eigentlich bin ich aber ein ganz netter Kerl, wenn ich Freunde hätte, könnten die das bestätigen.
Hab inzwischen 3x die wilde Jagd am bedeutendstem Feiertag , dem MAD SUNDAY unbeschadet überlebt.
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8 ZENTAUREN AUS STAHL , LEDER UND WUT

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Kumpels die wir getroffen haben

Von den vielen leinwanden Typen die wir getroffen habe, nur ein paar.

2 Schweizer, sehr lustig , leider war ich immer schwer betrunken, wenn die abends auftauchten, hab mir weder Namen noch Email Adressen gemerkt.
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Dietmar und Dietmar
Der linke Dietmar ist mir 97 zugelaufen, seitdem verbindet uns eine tiefe Freundschaft, wie sie nur mit einem BMW Fahrer möglich ist. Den rechten Dietmar hab ich 99 getroffen- ein weitgereister Fahrensmann und eisernes Windgesicht. Unser sehr geschätzter Vizewebmaster hat auch ein sehr inniges Verhältnis zu ihm.
Nach dem vierten Weizen erzählt euch Olaf bestimmt gerne von diesem netten Erlebnis. Aber das ist eine andere Geschichte und der gewogene Leser möge mir verzeihen daß ich nun den barmherzigen Mantel des Schweigens über diese Geschichte decke. Und natürlich haben wir auch höchst prominente Inselbewohner getroffen.
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Und natürlich noch Michael, einen sehr netten Unglückswurm, dessen Magnettankrucksack seine EC-Karte zerstörte und dem ein herrenloser Fußball beim passieren eines Sportgelände Visierschloss und und Verkleidungsscheibe zerdepperte.

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Hier die Bilder von unserer Reise, inklusive diverser Fährüberfahrten.

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